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Sportliche Herausforderung,
imposante Naturerlebnisse
und auch ein wenig Abenteuer


Einen Sonnenaufgang in den Bergen erleben, Steinböcke bei ihrer Kletterei im steilen Gelände beobachten, Gipfel erklimmen und bei strömendem Regen biwakieren: Der Wunsch nach sportlicher Herausforderung, imposanten Naturerlebnissen und oft auch ein wenig Abenteuer vereint die Jugend, die im Deutschen Alpenverein organisiert ist. Zur Sektion Allgäu-Kempten zählen sage und schreibe rund 1500 junge Alpinisten, von denen zwar nicht alle begeisterte Gipfelstürmer sind. Mit Nachwuchssorgen jedoch müssen sich Peter Eisenhut und Gerhard Hennig nicht quälen.

Vor allem das Klettern liegt derzeit voll im Trend. „Klettern ist spannend, von der Ausrüstung her erschwinglich und schon für kleine Kinder etwas ganz Natürliches", versichert Gerhard Hennig. Der 3. Vorsitzende der Sektion wundert sich darum auch nicht über die riesige Nachfrage: Zehn Gruppen mit jeweils sechs bis zehn Kindern teilen sich die knappe Zeit an der Boulderwand in der Turnhalle und am Kletterturm im Engelhaldepark. „Wir haben derzeit 90 Interessenten auf der Warteliste, die wir gar nicht alle unterbringen können", sagt Gerhard. Dabei sei nicht die Betreuung das Problem, sondern der dichte Belegungsplan der Halle und der Boulderwand

Da hat es Peter Eisenhut weniger turbulent. Er ist Jugendreferent und leitet gemeinsam mit seiner Frau eine der vier Jugendgruppen der Sektion. „Wir versuchen, der Jugend den Bergsport in seiner ganzen Bandbreite zu vermitteln", beschreibt Peter. Dazu zählen nicht nur Bergwanderungen und Biwakieren, sondern auch Skitouren, Lawinenlehrgänge und praktischer Naturschutz.

Je nach Alter und Können finden die Kinder und Jugendlichen die zu ihnen passende Gruppe, mit der es dann hinaus geht auf Buckel und Berge. „Wir fangen klein an, mit kurzen, aber spannenden Wanderungen und steigern uns buchstäblich bis zu Hochtouren", schildert der Gruppenleiter, der diesen Job seit vielen Jahren mit gleichbleibender Begeisterung macht. „Es macht einfach Spaß, den Jugendlichen die Berglandschaft zu erschließen, ihnen den Umgang mit der Natur zu vermitteln und sie zu lehren, dafür zu kämpfen", sagt er.

Die Touren werden stets wohlüberlegt ausgewählt, Nicht nur Wetter und Kondition müssen stimmen, auch die Spannung soll erhalten bleiben, vor allem für die ganz Kleinen. „Es gibt für Kinder nichts Langweiligeres als eine Wanderung auf einem öden, breiten Forstweg", weiß er. Und auch die Großen müssen bei Laune gehalten werden. Da kommt es Peter gelegen, wenn die Natur selbst immer wieder für Abenteuerstimmung sorgt: „Ein Biwak inmitten eines heftigen Unwetters, das ist ein Erlebnis, von dem sie noch nach Jahren reden". Die Tücken der Natur lernen sie kennen, das Wetter in die Planung einzubeziehen und Risiken abzuschätzen.

Aber auch mit der Wertschöpfung aus der Bergwelt macht sich die Alpenvereins-Jugend vertraut. Da erfährt der Hirte auf der Taufersbergalpe auf Oberstdorfer Terrain ebenso praktische Mithilfe wie der Südtiroler Bergbauer. Die DAV-Jugend kümmert sich im Wegebau um einen Moorweg am Spießer bei Unterjoch und für das nächstes Jahr möchte Peter Eisenhut sich mit seinen Jugendlichen an einer Pflanzaktion im Schutzwald beteiligen.