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Fit und auf den Ernstfall
vorbereitet Ohne die Jugend vom Technische Hilfswerk gäbe es den Weihnachtsmarkt des Stadtjugendrings so nicht, denn die bringt das Licht in die Buden und Stände. Ein bedeutender Auftrag, den der Nachwuchs der THW-Truppe alle Jahre wieder gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr gewissenhaft und begeistert erfüllt. Denn für den Einsatz des THW im Katastrophenschutz sind sie noch zu jung und ans schwere Gerät im Ernstfall dürfen sie erst mit 18 Jahren. Die jungen THW-ler, die bereits mit zehn Jahren zu der Jugendgruppe zählen dürfen, haben viel Spaß an ihrem Job, wissen Ortsjugendleiter Stefan Reinhardt und Jugendbetreuer Ulrich Kracker. Die Kids spielend mit den Aufgaben des THW vertraut machen, heißt der grundsätzliche Auftrag für die Jugendleiter. Dahinter verbirgt sich, eine rund 25-köpfige muntere Truppe im Alter zwischen 10 und 17 Jahren bei Laune zu halten, wenn es darum geht Knotentechniken zu lernen, die wichtigsten Griffe der Ersten Hilfe zu beherrschen oder mit Hammer und Säge umzugehen. Obwohl die Jugend im Ernstfall noch nicht ran darf, hat die Ausbildung Substanz. Es gibt fingierte Einsätze, Funksprechübungen, Verletztentransporte und das Heben schwerer Lasten. „Die Jugendlichen bei uns sind fit, lernen außer dem Umgang mit Kettensäge und Scherenspreizer alles, was sie für den Ernstfall brauchen", erzählt Stefan. Und sind so in der Regel sogar besser drauf als einer, der erst mit 18 Jahren ins THW kommt und seine Grundausbildung absolviert. Die Neuregelung für die Jugend-Leistungsabzeichen würdige diesen Wissensvorsprung auch besser als bisher. „Es ist schon eine große Herausforderung für uns vier Jugendleiter, unsere Kinder je nach Alter und Temperament an die passenden Aufgaben zu lassen", meint Stefan. Die meisten Jugendlichen landen beim THW über Freunde, über die Familie oder aber über die Internetpräsentation, die das Interesse an den blauen Lastwagen, an schwerem technischen Gerät und Blaulicht weckt. Der Zulauf ist zumindest so groß, dass das THW keine Sorgen um künftigen Nachwuchs hat. „Es gab schon Zeiten mit langen Wartenlisten", weiß Stefan. Dass das THW bei den Jugendlichen ein Hit ist, liegt sicher auch darin begründet, dass es neben der ernstzunehmenden Ausbildung jede Menge Spaß gibt. Bei Jugendlagern mit Spielen ohne Grenzen, bei Grillfesten und beim Schwimmen. Ein Highlight sind die Wettkämpfe, bei denen die einzelnen Verbände so richtige Karriere machen können, als Bezirks, Landes-oder Bundessieger: Maximal zehn Leute mit maximal 140 Jahren lösen in Teamarbeit binnen 90 Minuten knifflige Aufgaben, wie sie im „wahren Dienstleben" eines THW-lers vorkommen. Wer dann am Ende ganz oben steht, kann stolz sein auf das, was er in seiner THW-Jugendgruppe gelernt hat. ![]() |
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